Warum Match Making für Events immer wichtiger wird…

… verrät uns Margit Berner, die schon unzählbar viele Events organisiert hat.

Einen wirkungsvollen Event zu organisieren, scheint heute eine Aufgabe zu sein, die mehr einer Bühneninszenierung gleicht. Regie, Dramaturgie und viel Handwerkszeug sind gefordert, wenn Menschen unterhaltend informiert werden sollen, wie etwa auf Kongressen oder  auf Messen. Das stellt viele Unternehmen vor inhaltliche und budgetäre Herausforderungen, die meist durch den Zukauf von Experten gelöst werden. So eine Expertin stellen wir heute vor: Margit Berner – eine leidenschaftliche Eventpassionista im Interview.

Katharina:
Wie viele Events hast Du schon organisiert?

Margit:
Nachdem ich schon seit mehr als 20 Jahren Events organisiere, kann ich dir leider keine
genaue Zahl sagen. Sehr viele! 😉

Katharina:
Was war Dein persönliches Highlight?

Margit:
Da kann ich mich unmöglich auf ein einziges Highlight festlegen! Aber von den Events, die ich zuletzt organisiert habe, möchte ich gerne die #ubx19 Konferenz in München hervorheben. Die Veranstaltung durfte ich bereits das fünfte Jahr für die Digital-Agentur virtual identity betreuen. Das Programm drehte sich um das Motto „Creating Digital Opportunities“ und wir hatten wieder ein internationales Speaker Line-Up mit sehr inspirierenden Vortragenden. Das Feedback sowohl von den Speakern als auch den Teilnehmern war jedenfalls großartig und das freut einen dann natürlich besonders, wenn man viel Zeit und Herzblut in ein Projekt gesteckt hat.

Katharina:
Gab es auch einen echten Flop? Was hast du daraus gelernt?

Margit:
Ich habe mal das Programm für eine Konferenz kuratiert, die dann leider kurzfristig abgesagt werden musste, weil nicht ausreichend Tickets verkauft wurden. So etwas tut natürlich weh. Was ich daraus gelernt habe? Dass man gar nicht früh genug mit der Vermarktung von Events beginnen kann!

Katharina:
Welche Messen sind Dir besonders positiv in Erinnerung – und warum?

Margit:
Ich bin nicht so der große Fan von Messen, aber ich war zuletzt auf dem Web Summit in Lissabon, an dem unglaubliche 70.000 Menschen aus aller Welt teilgenommen haben. Die Veranstaltung bestand aus einem sehr umfangreichen Vortragsprogramm auf mehreren Bühnen gleichzeitig und einer Messe, die sich über mehrere Hallen erstreckt hat. Dabei hatte ich den Eindruck, dass es oft gar nicht darum ging, wer den größten & spektakulärsten Stand hat. Einige Aussteller hatten wirklich ein paar nette Ideen, um die Besucher auf ihren Stand zu locken.
Ansonsten, wenn ich an Messen denke, wo ich selbst einen Stand organisiert habe, ist mir die erste dmexco in Köln noch in sehr guter Erinnerung. Ich habe damals für AOL gearbeitet und wir hatten auf der Messe eine neue B2B Marke gelauncht. Das war viel Arbeit, hat aber auch sehr viel Spaß gemacht.

Katharina:
Wie können Messen im B2B Bereich so gestaltet werden, dass Personen auch über 80 km Fahrtstrecke in Kauf nehmen?

Margit:
Ich glaube, der wichtigste Erfolgsfaktor von Veranstaltungen ist immer noch der Mensch: wenn ich weiß, dass ich auf einer B2B Messe die richtigen Personen für mein Geschäft treffen kann – also Auftraggeber, Dienstleister, potenzielle Partner oder Investoren – dann bin ich auch gewillt eine längere Anreise in Kauf zu nehmen. Daher setzen immer mehr Veranstalter auf das Thema Match-Making, weil sie erkannt haben, wie wichtig der persönliche Austausch ist und je genauer ich bereits vorab weiß, wen ich auf einem Event treffe, desto besser.

Katharina:
Siehst Du aus Deinen internationalen Besuchen, Formate innerhalb der Messe, die sehr gut funktionieren?

Margit:
Zunächst braucht es ein attraktives Rahmenprogramm mit hochkarätigen Vortragenden – ohne dem geht es nicht mehr. Was mir zudem auffällt, ist, dass Messen immer mehr auf spielerische Elemente mit Festivalcharakter setzen. Auf dem Web Summit hat beispielsweise ein großes Software-Unternehmen aus seinem Stand einen Basketball Platz gemacht. Das hat viele – vor allem junge – Leute angelockt. Außerdem gibt es zumeist Messestände, wo man neue Gadgets oder Technik wie Virtual Reality ausprobieren kann. Roboter sorgen ebenso für viel Aufsehen – es muss aber auch thematisch passen. Ist zwar kein richtiges Format, aber wichtig sind auch Ruhe- und Arbeitszonen, wo sich Besucher zwischendurch zurückziehen können.

Katharina:
Auf welcher Messe oder auf welchem Event treffen wir Dich in der nächsten Zeit?

Margit: Dieses Jahr trifft man mich noch am 19. November auf dem 1. Event Innovation Forum (Fachmesse & Konferenz für Event-Setting, -Digitalisierung und -Vermarktung), am 20. November auf der JETZT Voice Conference und am 28. November beim Salon #11 des SingularityU Vienna Chapter zum Thema „Quantum Computing“. Welche Veranstaltungen ich 2020 besuchen werde, steht noch in den Sternen.

Danke und auf ein Wiedersehen beim Netzwerken, Basketball spielen oder einfach auf einem unserer ersten Corks zum Beispiel am 21.01.2020 zum Thema BLOG IT OR LEAVE IT im TALENT GARDEN.